5. August 2017

[Rezension] "Als die Träume in den Himmel stiegen" von Laura McVeigh

Autor: Laura McVeigh
Originaltitel: Under the Almond Tree
Deutscher Titel:
Als die Träume in den Himmel stiegen
Erscheinungsdatum:
27. Juli 2017
Preis: 14,99 € (Amazon)(Verlag)
Seiten:
352 Seiten
Verlag:
Fischer
Reihe:
Einzelband


Für dieses Buch bedanke ich mich bei *Fischer* und *Lovely Books*!
Früher lebte Samar mit ihren Eltern und ihren Geschwistern in Kabul, bis es zu gefährlich für die Familie wurde. Erst die Russen und später die Taliban brachten Chaos in das Leben so vieler Familien.
Nun sitzt Samar in einem Zug, der ins Ungewisse führt, aber die Reise hierhin war nicht leicht und sie hat viele Verluste erlitten ...

Cover und Titel
Mir gefallen Die Farben schonmal sehr gut, Sonnenauf- und -untergänge sehen generell schon mal sehr schön aus, mit ihren Farbübergängen. Die Sonne befindet sich hinter dem spielenden Kind und ich finde, kombiniert mit dem Titel wirkt es sehr traurig, aber auch hoffnungsvoll. Den englischen Titel finde ich auch gut, sogar etwas besser, da der Platz unterm Mandelbaum schon eine Rolle spielt.

Charaktere
Samar ist bei ihrem ersten Auftritt fünf Jahre alt und wird im Verlauf des Buches natürlich älter. Unter den gegebenen Umständen ist auch sie gezwungen, früher erwachsen zu werden, darum fiel es mir immer schwer, ihr Alter einzuschätzen. Samar ist wissbegierig und könnte Lehrerin oder Schriftstellerin werden. Sie hat viele Träume und immer noch Hoffnung. Wenn Schlimmes passiert, versucht sie, darüber hinwegzukommen, in die Zukunft zu blicken und sich wenn nötig neue Ziele zu setzen. Sie versteht oft Zusammenhänge und liest oft zwischen den Zeilen, aber es ist eben eine Welt, in der nur die Schlauen überleben können.

Es gibt viele weitere Charaktere: Samars fünf Geschwister, jeder von ihnen voller Leidenschaft bei ihren Taten, ihre Eltern, die ihre Geheimnisse haben, Familienfreunde und Verwandte, die sie unterstützen, und viele weitere Personen, die sie auf ihrem Weg treffen.Wenn ich mehr zu ihnen sage, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll. Jeder spielt eine Rolle.

Handlung und Schreibstil
Huh, ich weiß gar nicht wirklich, was ich dazu sagen soll. Es werden eben von Zeit zu Zeit neue Dinge enthüllt, und ich weiß nicht, wie ich meine Meinung erklären soll, ohne zu spoilern.
Es wird abwechselnd aus der Gegenwart und chronologisch aus der Vergangenheit erzählt, aus der Perspektive der jungen Samar, die in der Gegenwart gerade mal fünfzehn ist. Meiner Meinung nach war das eine gute Weise, das Geschehene zu erzählen. Man ahnte, wo sie landen würden und hatte daher Hoffnung, trotz all der schrecklichen Dinge, die ihnen zugestoßen sind. So hat das Buch die Gefühle des Lesers gelenkt und Hoffnung, Trauer und Mitgefühl erzeugt. Das finde ich natürlich gut, ich mag es ja, wenn Geschichten mich berühren und ich später nicht nur denke, dass es ein netter Zeitvertreib war.

Die Kriege und Auseinandersetzungen, die Flüchtlingslager und die strengen Gesetze der Taliban waren schrecklich. Dabei werden Familien auseinander gerissen, Heimaten zerstört, und unzählige sterben. Dieses Buch hatte genau das zum Thema, also ist es natürlich ein ernstes Buch. Ich fand die Perspektive des jungen Mädchens gut gewählt, es wäre eine ganz andere Geschichte gewesen, wenn es eine Mutter oder ein Soldat oder Ähnliches gewesen wäre.
"Als die Träume in den Himmel stiegen" ist ein Buch mit einem ernsten Thema aus der Sicht eines jungen Mädchens, dass durch die Hölle geht, bevor sie dann in diesem Zug landet. Es ist eine Reise und Flucht mit Hoffnung, Angst, Trauer und Verzweiflung, bei der Samar viel zu schnell erwachsen werden musste.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen